Sucuk — Walnussketten in eingedicktem Traubensaft

⏱ 85 min · 🍽️ 6 Portionen · 🧂 5 Zutaten

Zutaten

  • 450 g Walnusshälften (etwa 160 Stück, möglichst ganze, helle Hälften)
  • 1.5 l Traubensaft (100 % Direktsaft, ungesüßt)
  • 120 g Weizenmehl (Type 405)
  • 60 g Speisestärke
  • 100 ml Traubensirup (siehe Rezept Dims — Traubensirup selbst eingekocht; oder gekaufter Traubensirup, türkisch Üzüm pekmezi)

Zubereitung

  1. Sechs Stücke festen, ungefärbten Baumwollfaden von je etwa 50 cm abschneiden, am unteren Ende einen dicken Knoten machen und das andere Ende in eine lange, dicke Stopfnadel fädeln. Die Walnusshälften nacheinander durch die Mitte auffädeln, jeweils mit der Rundung in dieselbe Richtung, und dicht zu einer Kette von etwa 30 cm zusammenschieben; oben 20 cm Faden frei lassen und zu einer Schlaufe knoten.
  2. Die Ketten an einer Stange, etwa dem Stiel eines langen Kochlöffels zwischen zwei Stuhllehnen, aufhängen und ein Backpapier darunterlegen, das die Tropfen auffängt.
  3. Das Mehl und die Speisestärke in einer Schüssel mit 400 ml kaltem Traubensaft mit dem Schneebesen klumpenfrei verrühren. Den übrigen Traubensaft mit dem Traubensirup in einem breiten Topf aufkochen.
  4. Die Mehlmischung in einem dünnen Strahl unter ständigem Rühren in den kochenden Saft gießen. Bei mittlerer Hitze ohne Pause weiterrühren, bis ein dicker, glänzender Pudding entsteht, der einen Löffel dick überzieht; der Pudding blubbert und spritzt, deshalb mit langem Holzlöffel rühren und lange Ärmel tragen.
  5. Den Pudding vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen, damit er beim Tauchen besser haftet.
  6. Jede Kette an der Schlaufe fassen, ganz in den Pudding tauchen, langsam herausziehen und abtropfen lassen, dann wieder an die Stange hängen. Die Ketten antrocknen lassen, bis die Oberfläche nicht mehr klebt; den Pudding inzwischen zugedeckt lassen und vor dem nächsten Tauchen kurz durchrühren.
  7. Das Tauchen und Antrocknen noch zwei- bis dreimal wiederholen, bis die Hülle etwa 5 mm dick ist und die Walnüsse nur noch als Wellen durchscheinen. Wird der Pudding zu fest, bei kleiner Hitze mit etwas Traubensaft unter Rühren wieder glatt rühren.
  8. Die Ketten an einem luftigen, trockenen und schattigen Ort fünf bis sieben Tage trocknen lassen, nicht in der Sonne, wo Staub und Insekten hingelangen; locker mit einem sauberen Tuch vor Staub schützen. Fertig sind sie, wenn die Oberfläche trocken und ledrig ist und sich beim Drücken nur noch leicht nachgiebig anfühlt.
  9. Die Ketten vom Faden befreien, indem der Knoten abgeschnitten und der Faden herausgezogen wird, und mit einem scharfen Messer in Scheiben von etwa 1,5 cm schneiden.
  10. Tipp: Einzeln in Backpapier gewickelt halten die Ketten kühl und trocken in einer Dose zwei bis drei Monate, eingefroren ein halbes Jahr; bei Schimmel wird die ganze Kette weggeworfen. Walnüsse lösen bei manchen Menschen Allergien aus, deshalb Gäste vorher fragen, und kleinen Kindern die Walnussstücke nur in dünnen Scheiben geben. Aus dem übrigen Pudding lässt sich Bastêq — Traubenleder mit Walnüssen machen.
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Sucuk — Walnussketten in eingedicktem Traubensaft – Rezept und Bild mit KI erstellt, redaktionell geprüft
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Sucuk — Walnussketten in eingedicktem Traubensaft

Ein kurdischer Klassiker, der in allen kurdischen Regionen auf den Tisch kommt: Nach der Weinlese werden im Herbst Walnusshälften auf Fäden gezogen und mehrmals in einen dicken, dunklen Pudding aus Traubensaft getaucht, und nach fünf bis sieben Tagen Trocknen an einem luftigen Ort hängen die Ketten als Naschwerk für den Winter in der Vorratskammer. In der Türkei heißt es Cevizli sucuk, auf Armenisch Rojik. In Scheiben geschnitten ist die Hülle fest, leicht zäh und fruchtig-süß, und innen knacken die Walnüsse.

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Kochzeit

85 min

🍽️

Portionen

6

🧂

Zutaten

5