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Tolik bi hêk — Malve oder Spinat mit Ei
Ein kurdischer Klassiker aus Behdinan (Duhok) im Nordirak: Tolik bi hêk ist das Frühlingsgericht aus den Bergen um Duhok und Amêdî, gekocht mit der wilden Malve, die dort tolik, tolke oder hobase heißt und im Frühjahr an Feldrändern wächst. In der Türkei kennt man es als yumurtalı ebegümeci, im Irak heißt die Malve Khubbaiza. Die Blätter fallen mit Zwiebel in Öl weich zusammen und schmecken mild und leicht nussig, die Eier stocken darauf ganz fest, und ein Spritzer Zitrone macht alles frisch.
Kochzeit
33 min
Portionen
2
Zutaten
7
Nährwerte
pro Portion378 kcal
Kalorien
20 g
Eiweiß
29 g
Fett
9 g
Kohlenhydrate
Zubereitung
- 1
Die Malve in reichlich kaltem Wasser gründlich waschen und das Wasser zwei- bis dreimal wechseln, bis kein Sand mehr am Boden liegt. Die Blätter mit den dünnen Stielen abzupfen, die dicken Stiele wegwerfen, die Blätter gut abtropfen lassen und grob hacken; Blattspinat genauso vorbereiten.
- 2
Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Das Öl in einer Pfanne mit Deckel (etwa 24 cm) erhitzen und die Zwiebel darin bei mittlerer Hitze glasig und weich dünsten.
- 3
Die Malve und das Salz zugeben und unter Wenden zusammenfallen lassen. Offen weitergaren, bis die Blätter weich sind und das ausgetretene Wasser fast verdampft ist; Blattspinat ist schon nach 3 Minuten so weit.
- 4
Mit einem Löffel 4 Mulden in das Gemüse drücken und in jede ein Ei aufschlagen. Den Deckel auflegen und die Eier bei kleiner Hitze stocken lassen, bis Eiweiß und Eigelb fest sind.
- 5
Garprobe: Mit einem Löffel leicht auf ein Eigelb drücken; es muss durchgehend fest sein und darf nicht nachgeben, sonst zugedeckt noch 2 Minuten weitergaren. Mit Pul Biber bestreuen, die Zitrone in Spalten schneiden, dazulegen und das Gericht heiß in der Pfanne servieren.
- 6
Tipp: Wilde Malve nur sammeln, wenn man sie sicher kennt, und nie an Straßenrändern oder auf gespritzten Feldern; im türkischen Laden gibt es sie im Frühjahr bundweise. Dazu passen Nanê sêlê — hauchdünnes Fladenbrot vom gewölbten Blech und ein Glas Çay — kurdischer Tee im Glas. Wer mag, verquirlt die Eier und rührt sie unter die Malve, bis alles durchgehend fest gestockt ist.
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