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Îprax bê goşt — Weinblätter mit Reis, Tomate und Granatapfelsirup
Ein kurdischer Klassiker, der in allen kurdischen Regionen auf den Tisch kommt: Îprax bê goşt heißt Îprax ohne Fleisch, und die kleinen Weinblattröllchen sind mit Reis, viel Tomate, Zwiebel, Petersilie und Minze gefüllt und mit Paprikamark und Granatapfelsirup gewürzt. In Syrien und im Libanon kennt man solche fleischlosen Röllchen als Yalanji, in der Türkei als zeytinyağlı yaprak sarması. Im Olivenöl-Zitronen-Sud geschmort werden sie rötlich glänzend, zart und säuerlich-fruchtig, und kalt schmecken sie am besten.
Kochzeit
120 min
Portionen
6
Zutaten
19
Nährwerte
pro Portion379 kcal
Kalorien
6 g
Eiweiß
19 g
Fett
43 g
Kohlenhydrate
Zubereitung
- 1
Die Weinblätter aus dem Glas nehmen, vorsichtig auseinanderfalten und in einer großen Schüssel mit kaltem Wasser wässern, damit die Salzlake ausgeht; das Wasser einmal wechseln.
- 2
Inzwischen den Reis in einer Schüssel mit kaltem Wasser waschen, bis das Wasser fast klar bleibt, und in einem Sieb gut abtropfen lassen. Die Zwiebeln schälen und sehr fein würfeln, die Tomaten halbieren und auf der Reibe bis auf die Haut abreiben; die Haut wegwerfen. Petersilie und Minze waschen, trocken schütteln und die Blätter fein hacken.
- 3
Reis, Zwiebeln, geriebene Tomaten, Petersilie, Minze, Tomatenmark, Paprikamark, Granatapfelsirup, Olivenöl, Salz und Pfeffer in einer Schüssel gründlich vermischen, bis eine gleichmäßig rote, feuchte Füllung entsteht; der Reis bleibt dabei roh und gart erst im Topf.
- 4
Die Weinblätter abtropfen lassen und mit einer Küchenschere die Stiele knapp am Blattansatz abknipsen. Etwa 8 gerissene oder zu kleine Blätter beiseitelegen, sie kommen später obenauf.
- 5
Ein Blatt mit der glänzenden Seite nach unten und dem Stielansatz zu sich auf ein Brett legen, einen gehäuften Teelöffel Füllung ohne viel Saft als kleine Wurst quer an den Stielansatz setzen, das untere Blattende darüberklappen und die Seiten nach innen einschlagen. Fest, aber nicht stramm zu einem fingerdicken Röllchen aufrollen, weil der Reis noch aufquillt, und mit der Blattspitze nach unten ablegen; es werden etwa 50 Stück.
- 6
Den Boden eines breiten, schweren Topfes mit den Tomatenscheiben auslegen, damit die Röllchen nicht ansetzen. Die Röllchen mit der Naht nach unten dicht an dicht in Kreisen vom Rand zur Mitte hineinschichten, die nächste Lage quer zur ersten, und die beiseitegelegten Blätter obenauf decken.
- 7
Den Saft, der in der Füllschüssel zurückgeblieben ist, mit dem heißen Wasser, dem Granatapfelsirup für den Sud, dem Zitronensaft, dem Olivenöl für den Sud und dem Salz verrühren und am Rand angießen, bis die Röllchen knapp bedeckt sind. Einen umgedrehten Teller auflegen und leicht andrücken.
- 8
Einmal aufkochen lassen, dann den Deckel auflegen und die Röllchen bei kleiner Hitze leise köcheln lassen, bis der Reis weich und der Sud fast aufgesogen ist.
- 9
Den Deckel vom Körper weg abheben, weil heißer Dampf entweicht, und ein Röllchen aufschneiden: Der Reis ist weich und nicht mehr körnig, sonst mit einem Schuss heißem Wasser noch einige Minuten weitergaren. Den Herd ausschalten und die Röllchen mit dem Teller im offenen Topf abkühlen lassen, damit sie den restlichen Sud aufnehmen und fest werden.
- 10
Die Röllchen mit einem Löffel vorsichtig lagenweise auf eine Platte heben, die weichen Tomatenscheiben vom Topfboden dazulegen und alles mit dem restlichen Sud beträufeln.
- 11
Tipp: Anders als Îpraxa nîskê — Weinblätter mit Linsenfüllung, die erdig und herzhaft schmeckt, und Îprax — Weinblätter mit Reis und Hackfleisch, säuerlich geschmort, das warm als Hauptgericht auf den Tisch kommt, ist diese Fassung fruchtig, rot und für den kalten Vorspeisentisch gedacht. Reste rasch abkühlen, spätestens nach zwei Stunden in den Kühlschrank stellen und innerhalb eines Tages verbrauchen. Vor dem Essen eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur stehen lassen und nach Belieben mit ein paar Tropfen Olivenöl und Granatapfelsirup beträufeln.
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