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Kadeh — Hefe-Halbmonde mit Mangold und Käse aus der kurdisch-jüdischen Küche Zakhos
Ein Gericht der kurdisch-jüdischen Küche aus Behdinan (Duhok) im Nordirak, genauer aus Zakho: weiche Halbmonde aus Hefeteig mit Öl und etwas Joghurt, gefüllt mit Mangold, Zwiebel und salzigem Schafskäse, die in der Pfanne langsam goldbraun backen, außen leicht knusprig und innen saftig. Die jüdische Gemeinde Zakhos, die über Jahrhunderte dort lebte und ihre Küche nach Israel mitbrachte, backte sie zum Wochenfest Schawuot, an dem Milchspeisen auf den Tisch kommen; in Israel heißen sie bis heute Kadeh oder Kade. Nicht zu verwechseln mit Kade nach Duhoker Art — Festgebäck zu Eid und Newroz und mit dem assyrischen Kadeh, die beide süß sind.
Cook time
95 min
Servings
16
Ingredients
15
Nutrition
per serving247 kcal
Calories
8 g
Protein
13 g
Fat
25 g
Carbs
Instructions
- 1
Mehl, Trockenhefe, Zucker und Salz in einer großen Schüssel mischen. Wasser, Joghurt und 60 ml Öl zugeben und alles etwa 8 Minuten kneten, bis ein weicher, glatter Teig entsteht, der kaum noch an den Händen klebt. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich etwa verdoppelt hat.
- 2
Inzwischen den Mangold waschen, die harten unteren Stielenden abschneiden und Blätter und zarte Stiele fein hacken. Mit 0,5 TL Salz vermischen und stehen lassen, bis er Wasser zieht.
- 3
Den Mangold portionsweise mit beiden Händen oder in einem sauberen Küchentuch kräftig ausdrücken, bis kaum noch Saft kommt. Die Zwiebel schälen und fein würfeln.
- 4
Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Den Mangold zugeben und unter Rühren kurz dünsten, bis er zusammenfällt und die Pfanne wieder trocken ist, dann auf einem Teller ganz abkühlen lassen.
- 5
Den Schafskäse mit einer Gabel fein zerbröckeln, mit dem Lorik, dem Pfeffer und dem abgekühlten Mangold mischen. Die Füllung ist durch den Käse salzig genug; eine feuchte Füllung weicht den Teig auf, deshalb gut ausgedrückten Mangold verwenden.
- 6
Den Teig kurz durchkneten, in 16 gleich große Stücke von etwa 55 g teilen, zu Kugeln rollen und zugedeckt entspannen lassen.
- 7
Jede Kugel auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Kreis von 10 cm Durchmesser und etwa 3 mm Dicke ausrollen. 1 gehäuften EL Füllung auf die untere Hälfte setzen, dabei rundum 1 cm Rand frei lassen, die obere Hälfte darüberklappen und die Ränder mit den Fingern fest zusammendrücken, sodass ein Halbmond entsteht; den Rand zum Schluss mit einer Gabel andrücken.
- 8
In einer großen Pfanne 2 EL Öl bei mittlerer bis kleiner Hitze erhitzen und 5 bis 6 Halbmonde nebeneinander hineinlegen. Mit aufgelegtem Deckel langsam backen, bis die Unterseite goldbraun ist, dann wenden und die zweite Seite ebenso backen.
- 9
Die Halbmonde auf Küchenpapier abtropfen lassen und die übrigen ebenso backen, dabei für jede Runde 2 EL frisches Öl nehmen. Ein Halbmond wird aufgebrochen: Der Teig ist innen durchgebacken und nicht mehr klebrig, die Füllung heiß. Warm oder lauwarm servieren.
- 10
Tipp: Statt in der Pfanne lassen sich die Halbmonde auf einem Blech mit Backpapier im vorgeheizten Backofen bei 200 °C Ober-/Unterhitze auf der mittleren Schiene in etwa 18 Minuten goldbraun backen; vorher mit etwas Öl bestreichen. Dazu passen ein Schälchen Joghurt, Oliven und ein Glas Çay — kurdischer Tee im Glas. In einer Dose halten sie im Kühlschrank zwei Tage und werden in der Pfanne ohne Fett bei kleiner Hitze aufgewärmt; gebacken und abgekühlt lassen sie sich bis zu 2 Monate einfrieren.
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